Mut zur Lücke? Besser der Zahnarzt schließt sie.

Für manchen ist eine Zahnlücke ein kleines, sympathisches Erkennungszeichen oder eine schrullige Eigenart. Ich als Zahnarzt meine aber: Zahnlücken sollten schnellstens geschlossen werden.

Warum? Wenn ein Zahn fehlt, besteht immer das Risiko, dass Nachbarzähne in die Lücke kippen. Und sind die Zähne erst geneigt, ist es für jeden Zahnarzt schwer, die Lücke ästhetisch zu schließen.

Verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Schließung einer Lücke, speziell bei den Schneidezähnen (im Frontalbereich), stehen zur Verfügung. So kann man ein Implantat in die Lücke setzen. Nach einer Einheilungszeit von drei bis sechs Monaten wird in Zusammenarbeit mit einem Dentallabor eine Krone angefertigt, die dann auf das Implantat zementiert wird. Diese Variante ist zwar zeit- und kostenintensiv, stellt jedoch eine ästhetische und schonende Lösung dar.

Im Gegensatz dazu steht die allseits bekannte Brücke, die als Lückenschluss dient. Nachteil: Bei Einbringung einer Brücke müssen definitiv die Nachbarzähne beschliffen werden, was für gesunde Schneidezähne eigentlich nicht ratsam ist. Brücken können aus verschiedensten Materialien gefertigt sein und sind in aller Regel sehr langlebig. Sie sind zeitsparender und kostengünstiger anzuwenden als Implantate.

Für welche Option Sie sich auch entscheiden, eine kontinuierliche Kontrolle durch den Zahnarzt und eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung Ihres Zahnersatzes sind immer geboten.

ZZZW - Dr. med. dent. Dirk Mankow
Über den Autor

Dr. med. dent. Dirk Mankow ist Mitinhaber des ZZZW und seit mehr als 20 Jahren als Zahnarzt tätig. Seine Schwerpunktbereiche sind Implantologie, digitale Zahnmedizin und Parodontologie.

2019-09-19T13:02:20+00:00